| Einen Funk-Gateway für FRN einrichten |
Hier eine Anleitung, wie man vorgehen muss, um einen Gateway einzurichten.
Als erstes sollte man sich überlegen, wo der Gateway platziert werden kann. Das Funkgerät sollte an einem möglichst hochgelegenen und möglichst freien Platz montiert werden. Nur so kann die bestmögliche Reichweite eines Gateways erzielt werden. Gebäudeteile (Dach, Wand) oder auch Pflanzen (Bäume, Sträucher etc.) stellen eine Dämpfung für das Funksignal dar und können die optimale Ausbreitung behindern.
Da PMR446 Geräte meist nicht wetterfest sind, braucht es ein wetterfestes Schutzgehäuse um das Funkgerät, das aber mindestens im Bereich der Antenne eine möglichst kleine Dämpfung (z.B. aus Kunststoff) bewirkt.
Nicht vergessen sollte man, dass es zwischen PC und Funkgerät Kabel für die NF (Mikrofon, Lautsprecher, PTT) und die Stromversorgung für das Funkgerät braucht. Also sollte man bei der Standortwahl auch an die Verlegung dieser Kabel denken.
Um Versuche mit nur kleiner Reichweite zu machen, kann auch die ganze Installation im Haus aufgestellt werden.
Ein CB-Gerät kann natürlich im Haus installiert werden und es braucht lediglich das Antennenkabel zur Antenne. Dies ist bei PMR446 aber nicht gestattet. Ausnahmen sind Geräte mit fest verbundener Antenne, wie z.B. das Albrecht Tectalk Pro Mobil..
Für FRN sind die Anforderungen an einen PC nicht sehr hoch.
Da Windows 98 von Microsoft nicht mehr supportet wird und es somit auch keine
Patches mehr gibt, sollte man für einen FRN-Gateway besser einen PC mit Windows
XP einsetzen. Damit XP problemlos läuft, ist mindestens ein Pentium 500 MHz mit
128 MB RAM einzusetzen.
Ein wichtiges Element für FRN stellt die Soundkarte dar. Wir haben zwar Unterschiede festgestellt, können aber weder eine Karte empfehlen noch von einer abraten.
Manchmal gibt es das Problem, dass zu wenig Lautstärke vom Lautsprecherausgang des Funkgerätes zur Soundkarte kommt. Das tritt meistens bei der Verwendung des LINE IN-Anschlusses auf und kann durch die Verwendung des MIC IN-Anschlusses verbessert werden. Wenn auch das noch nicht hilft, kann bei den Audioeigenschaften, Aufnahmesteuerung, beim Mikrofon auf "Erweitert" noch ein Häckchen bei "Mikrofonverstärkung (+20dB)" gemacht werden.
Nebst dem Betriebssystem verwenden wir auf unseren Gateways folgende Software.
Diese Software kann hier bezogen werden. Der Name lautet FRNClientSetup8_xxx.exe. Der Name der Software-Datei ist wie folgt aufgebaut: Die 8 steht für das Jahr 2008, xxx bezeichnet die Versionsnummer innerhalb des Jahres. Die allgemeine Anleitung zur Gatewaysoftware und den Einstellmöglichkeiten ist hier zu finden.
Eine Firewall ist bei der Verwendung eines Gateways anzuraten. Nur so kann man verhindern, dass durch Hacker und Script-Kiddies Verbindungen zum eigenen FRN-Gateway gemacht werden.
Mit WinVNC können Remote-Verbindungen zum eigenen Gateway hergestellt werden. Dies ist sehr hilfreich, wenn fremde Personen Support leisten sollen oder wenn man den eigenen Gateway auch aus der Ferne kontrollieren will. Zu diesem Zweck wird ein WinVNC-Server auf dem PC eingerichtet. Allerdings muss dann auch der Router so konfiguriert werden, dass eine Verbindung vom Internet auf diesen PC weitergeleitet wird. Diese Software ist hier zu finden.
Wer uns den Remote-Zugriff auf seinen Gateway temporär oder permanent erlaubt, kann auch Unterstützung bei der Konfiguration und/oder beim Betrieb von uns erhalten.
TeamViewer ist ein ähnliches Programm wie WinVNC. Damit können ebenfalls Remoteverbindungen für Supportzwecke hergestellt werden. Im Gegensatz zu WinVNC muss der Router dafür nicht konfiguriert werden. Dafür muss ein Operator auf der Gateway-PC-Seite das Programm starten und die Session-ID und ein Passwort dem Supporter durchgeben. Diese Software kann hier heruntergeladen werden.
Damit die PC-Uhr immer richtig "tickt", verwenden wir ein Programm (TrueTime WinSync) das via Internet die Zeit mit einem Zeitserver synchronisiert. TrueTime WinSync erlaubt im Gegensatz zu den bordeigenen Mitteln von Windows XP, mit mehreren alternativen Zeitservern zu synchronisieren.
Den DynDNS-Updater braucht es nur, wenn man den Remotezugriff (WinVNC) bequem machen will. Da die meisten Internetanschlüsse keine fixen IP-Adressen besitzen, stellt dieses Tool regelmässig eine Verbindung mit dem DNS-Server von DynDNS (Gratisdienst bei www.dyndns.com) her und teilt diesem die aktuelle IP-Adresse mit. So kann man Verbindungen auf den eigenen PC über einen Host-Namen (z.Bsp. hugo56789.dyndns.org) herstellen ohne dessen aktuelle IP-Adresse zu kennen. Diese Software ist hier zu finden.
Um einen Gateway betreiben zu können, ist auch ein Internetanschluss notwendig. Damit die Kosten für den Dauerbetrieb nicht ausufern, verwendet man am besten einen Flatrateanschluss. Die benötigte Bandbreite für FRN ist sehr gering und ist nicht abhängig von der Anzahl Benutzer eines Raumes. Wenn man für die Wartung via Internet auch Remotezugriff auf den PC haben möchte, empfiehlt sich aber ein ADSL- oder Kabel-TV-Anschluss.
Als Gateway-Funkgerät kann eigentlich jedes beliebige Gerät dienen. Allerdings eignen sich für PMR446 das folgende Gerät im speziellen. Bei Sammelbestellungen mehrerer gleicher Geräte kann zum Teil von sehr guten Rabatten profitiert werden. Nachfragen bei Markus, HEN272 kann sich lohnen.
| Albrecht Tectalk Pro Mobil | ![]() |
| Dieses Gerät eignet sich wie das Tectalk Mag speziell wegen seiner
Magnetfussantenne, die über ein Kabel mit dem Funkgerät verbunden ist. So
ist es möglich nur die Antenne draussen zu montieren und das Gerät vor Wetter
geschützt im Haus. Inzwischen gibt es auch einen Adapter für externe Speisung ab Autobatterie oder einer anderen Quelle. Nach einem Stromausfall (Akku leer) wird im Gegensatz zum Tectalk Mag wieder automatisch eingeschaltet. Diese Gerät wurde vor allem für berufliche Verwendung konstruiert. Der Preis ist dadurch bedingt etwas hoch und liegt bei Fr. 270.- (Brack Ende 2006). Das Gerät mit Magnetfussantenne ist bei Brack nicht mehr erhältlich (2009). Weitere Hinweise zu diesem Gerät bei den Funkgeräteempfehlungen. |
Weitere empfohlene Geräte (auch für 27MHz) sind hier zu finden. Um (unbeabsichtigte) Störungen zu vermeiden sollte für PMR446 nur noch Geräte mit DCS (Digital Coded Squelch) und für 27MHz nur noch solche mit CTCSS (Tonesquelch) verwendet werden.
Es gibt verschiedene Ausführungen von Interfaces für FRN zu kaufen oder auch Anleitungen für den Selbstbau (einige Beispiele sind hier zu finden).
Für die Verbindung zwischen PC und Funkgerät braucht es eine Schnittstelle ( Interface). Über dieses werden die NF-Leitungen vom Mikrofon und Lautsprecher (Grobeinstellung der NF-Pegel, galvanische Trennung) sowie die PTT am Funkgerät und RS232-Anschluss (für die Tastung des Funkgerätes) des PC geführt.
Die Kabel vom Interface zum PC und zum Funkgerät müssen mit den richtigen Steckern versehen werden.
Wird im Funkgerät VOX-Betrieb eingestellt, könnte theoretisch auch nur je ein Kabel vom PC Lautsprecher (Soundkarte) zum Mikrofonanschluss am Funkgerät und vom Lautsprecheranschluss des Funkgerätes auf den Mikrofonanschluss am PC (Soundkarte) geführt werden.
Bessere Erfahrungen haben wir allerdings mit Interfaces wie jenes von HB9DWW gemacht, das hier als Anleitung zum Selbstbau zu finden ist. Alternativ gibt es auch fertig aufgebaute Interfaces zu kaufen. Da die Funkgerätestecker aber je nach Hersteller sehr unterschiedlich beschaltet sind, braucht es immer auch noch entsprechende Kabel mit den richtigen Steckern.
Um für die Schweizer Gateways einheitliche Rufzeichen zu haben, die auch Serverübergreifend konsolidiert sind, vergeben wir Gatewaynamen. Dies haben die Gateway-Betreiber zusammen mit uns im Mai 2007 beschlossen. Über das spezielle Formular kannst Du hier alle benötigten Informationen eingeben und erhälst in Kürze dein Rufzeichen zugeteilt.
In dieser Version von FRN kann mit Hilfe von DTMF-Tönen die mit einem Funkgerät gesendet werden, auf andere Räume und/oder Server gewechselt werden. Dies ist speziell hilfreich, wenn man in den Ferien über einen Gateway eine Verbindung zu seinen Kollegen zu hause machen will, der Gateway aber auf einem anderen Server oder in einem anderen Raum verbunden ist.
Die aktuellste FRN-Client Software kann von hier heruntergeladen werden.
Das Programm ist in verschiedenen Sprachen konfigurierbar.
Führe das Installationsprogramm FRNClientSetup8_xxx.exe
aus und gehe analog den folgenden Bildern vor.

Klicke auf Ausführen

Wähle deine Vorzugssprache und klicke auf OK

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Klicke auf Weiter >

Klicke auf Weiter >

Markiere Desktop-Symbol anlegen und Symbol in der Schnellstartleiste
anlegen
und
klicke danach auf Weiter >

Klicke auf Installieren

Dieses Bild zeigt den Fortschritt der Installation an.

Klicke auf Fertigstellen
Danach wird das Programm gestartet und kann konfiguriert werden wie nachfolgend
beschrieben
Die Konfiguration mit allen Einstellmöglichkeiten der Gateway Version ist hier beschrieben.
Die Feinabstimmung der Anlage ist eine zeitweise recht knifflige Sache. Der Lohn des Aufwandes ist ein einwandfrei laufender Gateway mit einer guten Soundqualität und eine gut funktionierende DTMF-Auswertung für den Wechsel der Räume.
Die Soundqualität kann man selbst testen, indem man in den Audio Test-Raum
geht und den Aufnahme-Pegelregler so einstellt, dass die Aussteuerungsanzeige
nicht in den roten Bereich ausschlägt. Dies sollte mit verschiedenen
Funkgeräten geprüft werden, weil nicht alle eine gleich laute Modulation
haben.
Die Wiedergabelautstärke kann dann so eingestellt werden, dass es zu keinen
Verzerrungen beim Mithören an einem Funkgerät kommt.
Die Auswertung der DTMF-Töne kann am besten mit einem oder mehreren Funkgeräten getestet werden, die mit einer DTMF-Tastatur oder einem DTMF-Mikrofon ausgerüstet sind. Einstellmöglichkeiten speziell für DTMF gibt es in dieser Software nicht.
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